Institut für Vegetationskunde, Ökologie und Raumplanung
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Die Amphibien der Düsseldorfer Parkanlagen

Ihr Partner für Umweltgutachten: IVÖR

Auftraggeber: Aquazoo Löbbecke Museum, Landeshauptstadt Düsseldorf (2012 und 2018/19)

Im Rahmen eines vom Aquazoo Löbbecke-Museums der Stadt Düsseldorf betreuten Projektes, das sich u.a. um den Schutz einheimischer Amphibien bemüht, wurden im Jahr 2012 die Vorkommen von Amphibienarten in ausgewählten städtischen Parkanlagen erfasst. Zugleich wurde überprüft, ob die Tiere von dem ’Froschpilz’ (Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis) befallen sind, eine Hauterkrankung, die als einer der Faktoren für das weltweite Amphibiensterben gilt. Um den aktuellen Infektionsgrad der Populationen zu erfassen wurde die Kartierungen in 2018/19 wiederholt. Darüber hinaus wurde auch ein möglicher Befall mit dem vor wenigen Jahren aufgetauchten ’Salamanderpilz’ (Batrachochytrium sala-mandrivorans) untersucht.

Insgesamt wurden Gewässer in neun Parkanlagen begutachtet. Diese werden stark von Erholungssuchenden genutzt und sind dementsprechend weitgehend intensiv gepflegt. Bei beiden Kartierungen konnten mit Bergmolch, Teichmolch, Erdkröte, Grasfrosch, Teichfrosch, Seefrosch und dem in NRW gefährdeten Kleinen Wasserfrosch jeweils sieben Amphibienarten nachgewiesen werden. Häufigste Arten waren Grasfrosch und Erdkröte. Trotz wenig geeigneter Lebensräume und völliger Isolation voneinander und von der umgebenden Landschaft können sich offensichtlich auch in den innerstädtischen Parkanlagen kleinere Amphibienpopulationen halten.

Um einen möglichen Befall der Amphibien mit dem Froschpilz bzw. Salamanderpilz nachzuweisen wurden Hautabstriche (Tupferproben von verschiedenen Hautpartien) genommen und im veterinärmedizinischen Institut EXOMED in Berlin untersucht. Von 80 beprobten Tieren in 2012 und 33 Tieren in 2018 wurden jeweils zwei positiv auf den Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis getestet. 2012 waren zwei Parkanlagen betroffen, 2018 nur eine. Batrachochytrium sala-mandrivorans wurde bisher nicht nachgewiesen.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass selbst im innerstädtischen Raum Düsseldorfs die Chytridiomykose auftritt, allerdings ist im Gesamt-Amphibienbestand keine offensichtliche Auswirkung des Befalls seit 2012 erkennbar.

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